Coronavirus | Corona-Umfrage zeigt grosse regionale Unterschiede
Wir und das Virus

Politologe Michael Hermann: «Die Angst vor einem Virus scheint im Oberwallis weniger stark ausgeprägt.
Foto: mengis media/Alain Amherd

Wofür haben Sie diese Woche Ihre Wohnung / Ihr Haus verlassen?
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Wären Sie bereit, freiwillig eine App auf Ihrem Smartphone zu installieren, die Begegnungen mit anderen registriert?
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Wie beurteilen Sie Massnahmen, die die persönliche Bewegungsfreiheit einschränken?
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Wie beurteilen Sie Massnahmen, die in die Wirtschaft eingreifen?
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Wie beurteilen Sie die Massnahmen zur Stützung der Gesamtwirtschaft?
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Wie beurteilen Sie die Massnahmen zur Stützung des Gesundheitswesens?
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Soll in der Schweiz eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken beim Einkaufen eingeführt werden?
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Die besonderen Massnahmen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft gelten vorerst bis zum 19. April 2020. Wie soll es Ihrer Ansicht nach danach mit diesen Massnahmen weitergehen?
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In welchen Bereichen sollen die gegenwärtigen Massnahmen und Einschränkungen am ehesten wieder gelockert werden? (Mehrfachnennungen möglich)
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Wie gross ist Ihr Vertrauen in die politische Führung der Schweiz in Bezug auf die Bewältigung der Corona-Krise?
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Wie hat sich Ihr Alltag aufgrund der Corona-Krise verändert?
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Die Corona-Pandemie wird in der Deutschschweiz und in der Romandie unterschiedlich bewertet. Auch Ober- und Unterwallis ticken anders.
Das Forschungsinstitut Sotomo führte im Auftrag der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft ein zweites Monitoring durch, dass einen Einblick geben soll, wie sich die Corona-Krise auf Alltag, Stimmungslage und Meinungen der Bevölkerung auswirkt. Wir haben den Politologen Michael Hermann gebeten, die Walliser Zahlen zu extrahieren und die verschiedenen Ansichten im Ober- und Unterwallis genauer unter die Lupe zu nehmen.
Und es zeigt sich: Die Corona-Pandemie wird unterschiedlich bewertet. Forschungsleiter Michael Hermann sagt: «Deutschweizer denken wirtschaftsorientierter, vielleicht auch pragmatischer. Der Anspruch, zu einer gewissen Normalität zurückzukehren, ist daher weiter verbreitet als in der Westschweiz. Dies kann man auch im Wallis gut beobachten.» Die Befragung zeigt etwa, dass sich über zwei Drittel der Unterwalliser wünschen, dass die derzeitigen Massnahmen gleich bleiben oder gar verschärft werden. Im Oberwallis liegt dieser Wert unter 50 Prozent.
«Die Angst vor einem Virus scheint im Oberwallis weniger stark ausgeprägt. Das zeigt sich beispiels weise bei einer möglichen Maskenpflicht beim Einkaufen. Im Unterwallis sind 46 Prozent dafür, auf schweizerischer Ebene knapp 40 Prozent. Im Oberwallis sind es unter 30 Prozent. Hier äussert sich vielleicht auch eine eigene Mentalität», so Politologe Hermann. Die weiteren Erkenntnisse: Seit der letzten Befragung ist das Vertrauen in die Politik gestiegen. Neu sorgt sich die Bevölkerung vor allem um die Wirtschaft.
bra
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